Die „Energiewende“ funktioniert nicht!

Sehr geehrte Bürger,

zwei aktuelle Ereignisse zeigen eindrucksvoll, dass die sogenannte Energiewende, der komplette Verzicht auf fossile Energieträger und Kernkraft nicht gelingt.

Zum einen musste die EnBW, drittgrößter Energieanbieter mit Sitz in Karlsruhe, einen Verlust von 1,2 Mrd. Euro abschreiben. Der Grund ist der Ausstieg aus zwei Offshore-Windkraftprojekten in Großbritannien. Durch das Ausbleiben staatlicher Fördermittel wurden die beiden Projekte unwirtschaftlich und mussten aufgegeben werden. Dies beweist eindrucksvoll, dass Windenergie ohne Subventionen durch die Steuerzahler nicht über­le­bens­fä­hig ist.

Unter den EnBW-Eigentümern befinden sich Kommunen, Sparkassen, Landesbanken und Versicherungen, die nun ebenfalls von den horrenden Verlusten betroffen sind.

So soll nun beispielsweise die Stadt Karlsruhe rund 50 Mio. Euro Gewerbesteuer an EnBW zurückzahlen.

Von dem Verlust ist auch das Land Baden-Württemberg als Anteilseigner (47 %) massiv betroffen, was selbstverständlich auch negative Auswirkungen durch sinkende Zuschüsse auf die Finanzkraft aller Kommunen, also auch Schriesheim, hat.

Zum Anderen hat Deutschland durch den Ausstieg aus der Kernenergie und die Abschaltung von Kohlekraftwerken einen ansteigenden Bedarf an Erdgas. Da die vorherige und jetzige Bundesregierung leichtfertig auf russisches Erdgas verzichtet, hat Deutschland reduzierte Versorgungsmöglichkeiten, was in Kombination zu schlecht gefüllten Gasspeichern zu einer bedrohlichen Versorgungslage führt. Die Gasspeicher sind Stand 21.02.2026 nur noch zu 20,5 % gefüllt und werden in Kürze die Marke von 20 % unterschreiten, wodurch die Entnahme eingeschränkt ist. Sollte es zu einer Kältewelle kommen oder die Belieferung Deutschlands durch technische Defekte an den Gasfeldern in Norwegen oder an den LNG-Terminals eingeschränkt sein, könnten die Gasspeicher die Lücke in der Gasversorgung nicht mehr schließen! Dass in einem (Noch)-Industrieland wie Deutschland, das jahrzehntelang über eine sichere und preisgünstige Energieversorgung verfügt hat, eine Gasmangellage ernsthaft befürchtet werden muss, zeigt den Irrweg der „Energiewende“ eindrucksvoll auf.

Deutschland braucht, wie auch die oben beschriebene Fehlinvestition von EnBW zeigt, endlich wieder eine vernunftbasierte Energiepolitik. Dazu gehören modernste Kernreaktoren, Gas- und Kohlekraftwerke und auch in geringen Mengen sogenannte regenerative Energieanlagen, sofern diese ohne Subventionen auskommen. Und es ist auch nicht angebracht. Energielieferanten nach moralischen Gesichtspunkten zu wählen. Denn wer kein Gas oder Öl aus Russland will, darf auch nicht im Nahen Osten einkaufen.

Thomas Kröber