Sehr geehrte Bürger,
zu den elementaren Pflichten einer Kommune gehört es, das öffentliche Straßennetz in Ordnung zu halten (§ 9 Straßengesetz für Baden-Württemberg). Dazu gehört es auch dafür zu sorgen, dass keine Büsche in die Straße hineinwachsen. Auch die Straßenentwässerung muss gewährleistet sein.
Es gibt dazu in Schriesheim eine Satzung, welche die Anlieger zum Räumen und Streuen verpflichtet. Pflanzenbewuchs ist dort nicht explizit erwähnt, erschließt sich aber sinngemäß.
Falls die Anwohner ihren Pflichten nicht nachkommen, muss die Stadt einspringen und die Verkehrssicherheit gewährleisten.
Auf dem Branich, genauer in der Straße „Zum Buchenhain“ wird die Verkehrssicherungspflicht nicht eingehalten. Im Bereich eines unbebauten Grundstückes ragen Büsche und Dornengestrüpp über einen Meter in die Fahrbahn, die an dieser Stelle nur 4,0 Meter breit ist, hinein. Die Restfahrbahnbreite von 3,05 m ist damit unterschritten. Es wird also gefährlich, wenn sich Fußgänger oder Radfahrer und Autos begegnen. Es gibt dort keine Ausweichmöglichkeit, da sich auf der Hangseite eine Leitplanke befindet und auf der Bergseite eben das angesprochene Dornengestrüpp. Auch im Bereich des Schulgeländes findet offensichtlich keine Pflege statt. Auch hier ragt der Bewuchs in die Straße, und der Rinnstein ist voller Geröll, sodass die Entwässerungsfunktion gefährdet ist.
Diese Missstände sind der Stadt seit mindestens einem Jahr bekannt, da zahlreiche Bürger dies gemeldet haben.
Eine Meldung letzte Woche wurde von der Stadtverwaltung erst gar nicht beantwortet.
Ob die Stadt bisher etwas in der Sache unternommen hat, ist uns nicht bekannt. Ein Ergebnis gibt es erkennbar nicht.
Normalerweise müsste die Stadt die Grundstückseigentümer anschreiben und den Rückschnitt der Pflanzen und die Reinigung der Straßenrinnen verlangen. Dies ist offensichtlich nicht geschehen, oder die Eigentümer weigern sich, der Aufforderung nachzukommen.
Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, fordern wir die Stadt auf, den Bauhof oder entsprechende Firmen mit den Arbeiten zu beauftragen und die Kosten.
demokratiekulturverein@gmail.com
Thomas Kröber

