Wird der Weinbau un­ren­ta­bel?

Sehr geehrte Bürger,

für die Wirtschaft eines Landes braucht es eine günstige und zuverlässige Energieversorgung.

Dies betrifft auch den Weinbau.

Der Weinbau und die Weinherstellung zählen nicht im klassischen Sinne zu den energieintensiven Industrien wie Stahl, Chemie oder Papier. Dennoch ist die Weinproduktion energieintensiv, insbesondere durch Kühlung im Keller und der Traubenverarbeitung.

Die Weinbaugemeinde Schriesheim produziert ca. 15.000 Hektoliter Wein im Jahr.

https://www.rnz.de/region/rhein-neckar_artikel,-Schriesheim-Genug-Wein-fuer-174-Millionen-Flaschen-_arid,391031.html

Alleine der durchschnittliche Stromverbrauch beträgt 19 kWh pro Hektoliter und im Jahr also insgesamt 285.000 kWh, die derzeit mit ca. 100.000 Euro zu Buche schlagen.

https://www.bayweintek.de/inhalte/energie-strom.html

Diese und vorhergehende Bundes- und Landesregierungen tun nahezu alles, um die Energieversorgung unseres Landes zu gefährden und zu verteuern.

Dazu zählt der Atomausstieg, der Ausstieg aus der Kohle, der Boykott gegenüber dem Energielieferanten Russland und der Irrglaube, dies alles mit „regenerativen Energien“ ausgleichen zu können.

Der nächste Anschlag auf die Energieversorgung geschieht nun in Tateinheit mit der EU.

In der EU-Methanverordnung wird den Lieferanten von Öl und Gas auferlegt, die Ausgasung von Methan zu messen und zu reduzieren. Dies soll auch außerhalb der EU gelten. Viele Lieferanten und Produzenten außerhalb der EU werden dazu nicht bereit sein und ihre Produkte lieber an Länder verkaufen, die solche aberwitzigen Vorgaben nicht machen.

Können die Lieferanten die geforderten Berichtspflichten nicht nachweisen, drohen Strafzahlungen bis zu 20 % des Jahresumsatzes! Laut einer Studie ist damit zu rechnen, dass der Gasimport um 43 Prozent einbrechen, und der Import von Erdöl um 87 Prozent einbricht.

https://apollo-news.net/deutsche-gasimporteure-warnen-vor-neuer-methan-regel-eu-klimabrokratie-gefhrdet-die-versorgungssicherheit

Die bereits sehr hohen Energiepreise, die bereits viele Betriebe existenziell bedroht, würden dadurch noch weiter steigen.

https://www.merkur.de/wirtschaft/arbeitsplaetze-strompreise-gefaehrdet-viele-deutsche-zr-94024521.html

BASF ist aufgrund dieser „Energiepolitik“ bereits dabei, Deutschland zu verlassen.

https://www.focus.de/finanzen/news/gastbeitrag-von-gabor-steingart-basf-kehrt-heimat-deutschland-den-ruecken-die-gruende-dafuer-sind-beschaemend_id_259965347.html

Kontaktieren Sie die Abgeordneten auf Landes- und Bundesebene, um eine Beendigung dieser selbstmörderischen „Energiepolitik“ zu erreichen, damit auch in Zukunft der Weinbau in Schriesheim noch rentabel beleibt.

Thomas Kröber