Es ist ernst – sehr ernst!

Sehr geehrte Bürger,

in Schriesheim beträgt die Geburtenrate 9,2 ‰ und die Sterberate 11,8 ‰. 

Die Differenz von 2,6 ‰ ist der Mangel an Geburten und führt dauerhaft zu einem Rückgang und Vergreisung der Bevölkerung. Die gesellschaftlichen Folgen sind dramatisch und gefährden die Funktion unserer Gesellschaft, da Arbeitsplätze nicht besetzt werden können und die jungen Generationen nicht die Kosten der Rentner-Generation und der Sozialsysteme finanzieren können.

https://www.diepresse.com/19913223/reich-und-kinderlos-die-folgen-sinkender-geburtenraten

Für Deutschland bedeutet dies in Zahlen ca. 1.000.000 Sterbefälle und 677.000 Lebendgeburten im Jahr 2024.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1013303/umfrage/sterberate-in-deutschland/ und https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/_inhalt.html

Um Abhilfe zu schaffen, muss das Gründen einer Familie mit der Fürsorge für Kinder wieder als positives Lebensziel beschrieben werden und nicht als Belastung und sogenannter Karrierekiller. Die Entscheidung für Kinder stellt einen eigenen Wert dar und muss gesellschaftlich willkommen sein und gefördert werden. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde im Grundgesetz eigens eine Einzelnorm festgelegt – Artikel 6, der Ehe und Familie unter besonderen Schutz stellt.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_6.html

https://jungefreiheit.de/debatte/streiflicht/2025/unsere-vergessenen-kinder

Ganz nebenbei ist Migration nicht die Lösung, da Migration in der Regel gesamtgesellschaftlich eine Belastung darstellt, wie eine dänische Studie eindrucksvoll zeigt.

https://www.gutefrage.net/frage/wieso-ist-migration-aus-dem-nahen-osten-so-unproduktiv

Die einfachste Weise, die Geburtenrate zu steigern, ist, die Zahl der Abtreibungen drastisch zu reduzieren. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland 103.927 Kinder durch Abtreibung getötet, davon 96 % mit sozialer Indikation, d. h. ohne medizinischen Grund. Uns fehlen fünf Millionen Kinder seit der Reform des Abtreibungsrechts im Jahr 1976.

https://jungefreiheit.de/debatte/streiflicht/2025/unsere-vergessenen-kinder

https://www.1000plus.net/de-de/informieren/schwangerschaftsabbruch

Die Straffreiheit der Abtreibung (außer aus medizinischen und kriminologischen Grund) muss beendet werden. Gleichzeitig muss es entsprechende Angebote für die werdende Mutter staatlicherseits geben. Auch die Kirchen sollten sich daran erinnern, dass sie einst für das Leben eintraten.

„Nun danket alle Gott, der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut.“ (Jesus Sirach 50,22)

Thomas Kröber